Kurz vorab: Die Mainstream-Medien (‚MSM‘ wie z.B. ein Tages-Anzeiger.ch) sind bis heute nicht in der Lage den Namen des libyschen Machthabers korrekt zu schreiben. In den Redaktionsstuben wird wohl einfach nur noch Kriegspropaganda weiterkopiert und kaum ein TAGI-Schreiber steht noch persönlich mit seinem Namen hinter irgendwelchen Libyen-Artikeln – allenfalls noch mit Kürzeln, die man dann im Impressum nachschauen muss. Der Mann heisst Mu’ammar Abu Minyar al-Qaddhafi oder gekürzt und eingedeutscht Muammar al-Gaddafi. Nicht einmal die UN-Resolution zur beschlossenen Flugverbotszone gibt seinen Namen richtig wieder oder würde ‚unser‘ Friedensnobelpreisträger darüber hinweg sehen, wenn er (Barack Hussein) ‚Ohbahma‘ genannt würde? Nennen wir den obersten Libyer also der korrekten Einfachheit halber nur Gaddafi.

Zur Geschichte: Gestern wandte sich der als Diktator verschrieene Staatschef Gaddafi schriftlich ans Weisse Haus und bittet darum die Angriffe auf Libyen einzustellen. Gaddafi spricht von «einem ungerechten Krieg gegen ein kleines Volk eines Entwicklungslandes» und damit hat er zweifelsohne recht. Gadaffi erwähnt in diesem Schreiben, seine Gegner – die Rebellen/Opposition, seien Mitglieder des Terrornetzwerks al-Qaida – das ist höchst brisant, denn genau diese ‚Rebellen‘ werden nun von den USA (welche sich dem ‚War against Terror‘ verschrieben haben) mit Waffen ausgerüstet. Gaddafi nennt Obama ‚unseren Sohn‘ und wünscht ihm sogar die Wiederwahl 2012.
Statt sich an den vorgeschobenen Frontmann Sarkozy oder gar die NATO zu wenden, adressiert Gaddafi direkt die Verursacher in Washington, welche in einer ersten, perplexen Reaktion verlauten liessen „…der dreiseitige Brief sei wahrscheinlich echt“. Dies obschon der Brief von der staatlichen, libyschen Nachrichtenagentur JANA veröffentlicht wurde. Das sind bereits erste Zeichen der Überforderung der Neocons in D.C. und gleichzeitig ein gekonnter Schachzug Gaddafis, der nicht polemisch wird – nicht einmal wegen der verschossenen, panzerbrechenden Uranmunition in seinem Land – ja sogar ausgesprochen freundlich bleibt, was bemerkenswert gute Nerven erfordert. Weiter teilt das Weisse Haus dann mit: „…die Position des Präsidenten sei klar. Nicht Worte zählten, sondern Taten. Ghadhafi müsse die Gewalt gegen die Bevölkerung beenden.“
Bereits am 24. März haben russische Ärzte in Libyen einen Offenen Brief an die Regierung der russischen Föderation – welche sich im ‚Sicherheitsrat‘ der UNO der Stimme zum Beschluss der Flugverbotszone enthalten hat – gerichtet und schildern unvorstellbare Greueltaten über Angriffe und Gewalt durch die USA, Alliierten und der NATO auf zivile Einrichtungen und die libysche Bevölkerung: „Bomben und Raketen trafen Wohnhäuser und fielen in der Nähe des Krankenhauses nieder. Die Scheiben des Herzzentrums barsten, und auf der Wochenstation für schwangere Frauen mit Herzkrankheiten brachen eine Wand und Teile des Dachs zusammen. Die Folge waren zehn Fehlgeburten, bei denen Babies starben; die Frauen befinden sich auf der Intensivstation, Ärzte kämpfen um ihr Leben.“ Wer tut hier also wem Unrecht?
Vor Gaddafi war König Idris in Libyen an der Macht und das Land und sein Volk waren arm – ganz speziell in ländlichen Regionen. Nachdem 1954 in Libyen Öl gefunden wurde, welches nur einen Drittel von dem kostete, was die Araber verlangten, ging es wirtschaftlich aufwärts und Idris wurde von Grossbritannien und den USA abhängig. Idris der sich vorwiegend selbst bereicherte und die Entwicklung des Landes vernachlässigte war Gaddafi und seinen Mitstreitern ein Dorn im Auge. Im Jahre 1969 gelangte Gaddafi – dem die herrschende Situation zuwider war – an die Macht und sein Gedankengut war eher sozialistisch geprägt, d.h. er war für das Volk und gegen den Imperialismus. Was er aber ebenso wenig will ist die Errichtung eines islamischen Gottesstaates – womit er sich wiederum in Richtung unseres Kulturkreises bewegt. Für sein Volk setzt er sich bis heute ein – hier eine etwas ausführlichere Analyse zur Geschichte Libyens und der Rolle Gaddafis.
Ein waschechter Diktator hat keine Veranlassung, die Ölfirmen in seinem Land zu verstaatlichen, den Staat ‚zurückzubauen‘ und die Gewinne erklärterweise mit seinem Volk zu teilen. Ein echter Diktator würde sein Volk grausam unterdrücken um sich mit den daraus resultierenden Gewinnen ein Luxusleben zu finanzieren – andere Beispiele hierfür gibt es genug. Nachdem Gaddafi bei Ölbohrungen fossiles Wasser unter der Wüste entdeckte, begann er 1984 Bewässerungssysteme zu installieren um Libyen auch zu einem Agrarexportland zu entwickeln und speziell der Landbevölkerung Arbeit und ein Auskommen zu ermöglichen. Ein Drecksladen wie die Weltbank unterbindet solche Bemühungen hingegen aktiv. Gaddafi ‚muss‘ das also nicht machen – daher darf er sich durchaus auch mal ein ’schräges Mützchen‘ aufsetzen, wenn ihm das persönlich gefällt.
MSM-Nachrichten wie ‚Anführer der libyschen Rebellen kritisieren die Nato scharf‘ sind Wasser auf die Mühlen der Imperialisten – ähnlich wie bei den sog. ‚Enthüllungen‘ von WIKILEAKS, welche offenbar zum aktuellen Weltgeschehen nichts mehr zu sagen haben. Vielmehr sind solche ‚PR-Spielereien‘ nichts anderes als übelste, indirekte Kriegspropaganda. Sogar Russland bezeichnete den Überfall auf Libyen ausdrücklich als mittelalterlichen Kreuzzug.
Dass dies stimmen könnte, beweist der TAGI heute mit der Aussage „Die Zerstörung der Ölfelder trifft die Rebellen hart. Sie haben erst vergangene Woche mit Katar eine Vereinbarung über Öllieferungen getroffen, am Mittwoch verliess der erste Öltanker mit einer Ladung der Rebellen die Stadt Tobruk. Der Tanker unter liberischer Flagge hatte eine Million Barrel Öl geladen und ist der erste Ölexport der Rebellen seit fast drei Wochen.“ Die auf Libyen ‚anwendbare‘ UN-Resolution fordert ausnahmslos die Stilllegung sämtlicher, libyscher Ressourcen – wie kommen die Rebellen dann in die ‚Vollmacht‘, mit anderen Ländern Geschäfte abzuschliessen und sich auch noch dafür bezahlen zu lassen? Handelt es sich in Wirklichkeit um das, was vielerorts bereits gemunkelt wird – um die Aufteilunng der Beute und den wahren Kriegsgrund?
Überfälle auf souveräne Staaten – meistens als ‚False Flag‘-Operationen getarnt – haben eine lange Tradition bei den Imperialisten/Globalisten – nicht erst seit gestern. Auch Adolf Hitler war offenbar ein Protégé der Imperialisten wie wir nun erfahren müssen. Was kommt eigentlich noch alles?
Es ist nun langsam an der Zeit, dass wir aufhören zu glauben, was uns ständig als Wahrheit ‚convenient‘ gefüttert wird und ich halte es für angezeigt, die ‚Geschichtsbücher‘ zu prüfen und wo nötig, neu zu schreiben – nur so kann der Volksverdummung Einhalt geboten werden. Wir brauchen dringend mehr Leute, die fähig sind ausserhalb der vorgegebenen Normen zu denken, denn dort liegt die Wahrheit verschüttet.
Bisher ist noch jede ‚Hochkultur‘ in der Blüte ihrer Dekadenz zu Grunde gegangen. Die Tage von ‚Made in USA‘ sind gezählt. Lasst Euch also kein X für ein U vormachen…
Politik und Volk – zwei streng getrennte Welten? Wo sind die ‚wahren‘ Informationen oder wie die Amerikaner sagen „Where is the meat“? Leben wir in der richtigen Realität? Fragen über Fragen und keine brauchbaren Antworten – zumindest soweit es meine Wahrnehmung betrifft.
Die Schweizerische Eidgenossenschaft – wie alle ‚modernen‘ Regierungen – wird von Lobbyisten ‚heimgesucht‘. Jeder Schweizer Parlamentarier kann zwei Zutrittsausweise für Dritte zum Bundeshaus beantragen und bis auf unbedeutende Ausnahmen wurde dieses Kontingent vollständig ausgeschöpft. Nur soll man nun offenbar nicht wissen, wer diese Leute sind, resp. werden dem interessierten Bürger teilweise nicht unerhebliche Hürden in den Weg gelegt um an die Identitäten dieser Lobbyisten zu gelangen – während sich Exekutive und Legislative hingegen transparent darzustellen haben. Ominöse Regierungsgremien treffen Entscheidungen, von deren Kenntnisnahme – geschweige denn Beeinflussung – der demokratische Volkssouverän gänzlich ausgeschlossen zu sein scheint. Entspricht das noch der grundlegenden Definitionen von Demokratie wie sie seinerzeit von den Gründervätern in den Bundesverfassungen/Grundgesetzen (oder der U.S. Constitution) festgehalten wurden?
In der EU hat Magnus Enzensberger nun mit seiner Publikation „Sanftes Monster Brüssel oder die Entmündigung Europas“ damit begonnen, diese Machenschaften fundiert zu ‚entzaubern‘, wie kopp-online.com schreibt. Extrem auffällig dabei ist für mich folgende Aussage: „Dass mit dem Vertag von Lissabon dann auch die Verfassungsklausel zur Selbstermächtigung hinzutrat, kann nach alledem nicht erstaunen.“. Schöne Bescherung – für mich klingt das ebenfalls als ob die Demokratie de facto abgeschafft wurde und wir dementsprechend ‚in einem falschen Film‘ zu leben gezwungen werden.
Als Einziger hat der tschechische Präsident Václaf Klaus seinerzeit die Gefahren des Lissabonner-Vertrages in ihrer ganzen Subversion erkannt und weigerte sich lange, bis er diesen dann doch – vermutlich auf ungebührlichen Druck hin – im November 2009 unterzeichnete. In diesem – auch EU-‚Reformvertrag‘ genannten – ‚Knüppelvertrag‘ wurde u.a. festgeschrieben: „Eine Tötung wird nicht als Verletzung des Artikels betrachtet, wenn es erforderlich ist, einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen“. Zu Deutsch: Wer sich nun gegen die Abschaffung der Demokratie zur Wehr setzt, darf ‚rechtmässig‘ getötet werden. Nun muss man sich die Frage stellen WER ‚rechtmässig‘ definieren darf. Die Selbstermächtigten? Die Bewegung eu-vertrag-stoppen.de beklagt mit dem Inkrafttreten des Lissabonner-Vertrages den Tod des Deutschen Grundgesetzes – diese Implikation dürfte auch in anderen EU-Staaten faktisch erfüllt sein. Die Schweiz mag in diesem Zusammenhang (noch) eine Ausnahme darstellen – aber ‚gefühlt‘ dann doch nicht, da die Schweizer immer mehr EU-Recht übernehmen.
In den USA hat Obama die Wähler getäuscht indem er u.a. vorgab, die Rechte der Lobbyisten einschränken zu wollen, womit er in subversiver Weise ein Grundbedürfnis der informierten Gesellschaft unterwanderte und (nicht nur) ein Wahlversprechen brach. Dass er feststellbar gegen seine ‚verkaufte Überzeugung‘ gehandelt hat, beweist der Umstand dass er der Privatwirtschaft intensiv verbundene Personen ins Weisse Haus gehievt hat und immer noch hievt. In den USA nennt man diesen Vorgang ‚Revolving Doors‘. Die Doku ‚The Obama Deception‘, welche zu Beginn seiner Amtszeit erschien, trifft heute als ’selbsterfüllende Prophezeiung‘ voll ins Schwarze.
Heute sehen wir, dass der Friedensnobelpreisträger sogar – unter Umgehung des Kongresses – zum Überfall auf einen souveränen Staat bläst. Und die Alliierten (wie auch die UNO) und rennen direkt – über die Volksgesetze hinweg – sofort los. Derzeit wird über diese Kompetenzüberschreitung nur ‚marginal diskutiert‘. Weder wird sie rückgängig gemacht, noch wird eine Untersuchung eingeleitet, welche konsequenterweise zur Amtsenthebung des Fehlbaren führen müsste. Die PR-Maschinerie (sprich Propaganda) läuft auf Hochturen unter dem ‚Schafspelz‘ eines humanitären Einsatzes, wobei die Argumente jedoch durch einfache Recherchen im Internet widerlegt werden können. Wie bitte sollte so etwas in einer demokratischen Staatsorganisation überhaupt möglich sein? ‚Business as usual‘?
Daher darf man sich ohne Skrupel fragen ob unsere vorgegebene Gesellschaftsform die Grenze zum Faschismus bereits überschritten hat.
Auf was müssen wir uns gefasst machen? Die Lage in Fukushima scheint weit jenseits von übersichtlich zu sein. Der TELEGRAPH.co.uk titelt heute „Japan nuclear crisis: workers using newspaper and sawdust to block pipes“ – was soviel heisst, dass japanische ‚Strahlenarbeiter‘ quasi in ‚Shorts und Flip-Flops‘ nun Zeitungspapier und Sägemehl (!!!) in die Röhren und Risse stopfen um den Abfluss von Unmengen hochradioaktiven Wassers in den Pazifik zu verhindern. Auf der anderen Seite müssten sie es jedoch loswerden, da sie sonst ‚bis zum Hals‘ drinstehen und nicht ‚effizient‘ arbeiten können. Das klingt in etwa so, als hätten die Schildbürger ein Atomkraftwerk gebaut. Es ist nicht zu fassen, wie eine vermeintliche Hochtechnologie-Nation hier einen ‚Lacher‘ nach dem anderen abliefert, wäre die Sache nicht so grausam tragisch.
Jeder darf ein bisschen rumbasteln und -wursteln – obschon 11’500 Tonnen (heisst das ’normalerweise‘ nicht 11’500’000 Liter?) hochradioaktives Wasser in den Pazifik abgelassen werden müssten/musste; So genau weiss man das eben nicht. Auch die IAEA übt sich in sträflicher Unbedarftheit, während nun Private eigene Strahlungswerte-Sites ins Leben rufen, damit man überhaupt an einigermassen verlässliche Informationen zur aktuellen Bedrohungslage gelangt. Die Regierungen werden auch nicht müde zu betonen, dass dies alles für das Leben auf diesem Planeten absolut unbedenklich sei. Leider müssen sie dies immer und immer wieder betonen – und was sagt uns das?
‚Rien ne va plus‘ – das russische Roulette hat begonnen, derweil die verzweifelten Arbeiter – ganz offensichtlich ohne professionelles Management – einen strahlenden Bonus von umgerechnet EUR 3’500 pro Schicht für ihren lebensmüden Einsatz von TEPCO bekommen. Das ist wohl ein Witz; TEPCO müsste den (vermutlich) Hinterbliebenen bis ans Lebensende den Unterhalt bezahlen – das wäre eventuell beinahe ein ‚faires‘ Angebot. In der TEPCO-Zentrale scheint auch überhaupt nichts mehr zu funktionieren; Heute ist es so, morgen dann wieder nicht und dann doch wieder alles ganz anders. Die Mainstream-Medien (MSM) überschlagen sich vor lauter Widersprüchlichkeiten. Koordination und Glaubwürdigkeit? Zero. Auf allen Ebenen und in jeder Hinsicht.
Die MSM sind bereits – mehr oder weniger – wieder zum ‚Business as usual‘ zurück gekehrt und auch das Fähnchen der Atomenergie-Diskussion dreht wieder in die ursprüngliche Richtung – die ‚Stromlücke‘ lässt grüssen. In Chile ist eben bekannt geworden, dass die USA das Land noch kurz vor Obamas Einflug am 18. März dazu gedrängt hatten, eine ‚Vereinbarung‘ zur Errichtung neuer Atommeilern (in einem aktiven Erdbebengebiet) zu unterzeichnen – dafür gibt’s jetzt dort mächtig Zoff in der Politik. Die Atomlobby hat nicht aufgehört zu denken und wäre nach Hause gegangen – im Gegenteil; Die medientauglich ‚vorgeheulte‘ Besorgnis der seinerzeit bestürzten PolitikerInnen hat die Halbwertszeit (Beispiel: Teil 1 / Teil 2) bereits nach weniger als einem Monat überschritten und bald haben sich auch noch die Restsorgen vollständig verflüchtigt. Das ist schlicht und ergreifend idiotisch – wenn ich mir soviel Persönliches als Bemerkung erlauben darf.
Gemäss der Doku ‚Deadly Dust‘ liegen aus der Atomindustrie derzeit weltweit über eine Million Tonnen abgereichertes (Abfall)-Uran vor, das auch noch von vielen kommenden Generationen in Schach gehalten werden müsste – gratis ist das nicht. Atomenergie war, ist und wird niemals sauber und ‚deren‘ Abfall wird derzeit bereits wieder unter dem ‚Deckmäntelchen‘ der panzerbrechenden Uranmunition in Libyen entsorgt. Und keiner sagt was. Schon gar nicht unsere achso ‚glaubwürdigen‘ Medien.
Hier noch ein Hinweis auf die ‚wahren Kosten der Energie‘ – was wir heute kaufen ist also noch ganz lange nicht ‚bezahlt – für mich absolut nachvollziehbar. Der Rückbau eines stillgelegten Atomkraftwerkes dauert Jahrzehnte und kostet Abermilliarden.
Hoffen wir, dass die die ‚übrige Industrie‘ die Zeichen der Zeit erkennt und die nächste Smartphone-Generation mit einem integrierten Geigerzähler auf den Markt kommt – die Dinger können sonst ja auch alles…
Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Roussef und Ex-Regierungschef Lula da Silva hatten eben gemeinsam Portugal besucht. Dabei kam auch die portugiesische Staatskrise auf den Tisch.
Brasilien hat Portugal Hilfe bei der Sanierung seiner Staatsschulden in Aussicht gestellt – ein mächtiges Zeichen. Ex-Präsident Lula stellte richtigerweise fest, dass der IWF mehr Probleme verursacht als er löst und rät den Portugiesen von der Inanspruchnahme der IWF-Hilfe dringend ab.
Ganz meine Meinung und endlich ein brauchbarer Ansatz. Am besten wäre auch gleich noch der Austritt aus der Währungs-/Transferunion. Während der IWF den Sanierungskandidaten die Schlinge um den Hals legt, heizen die sog. ‚unabhängigen‘ Rating-Agenturen das Feuer zusätzlich an und die Schuldenspirale beginnt kräftig schrauben (she. z.B. aktuell Irlands Banken). Das Volk zieht dabei IMMER den Kürzeren und muss über lange Strecken in Frust und Depression leben. Und nun ein Zeichen zur Trendwende?
Als Anhänger der ‚Österreichischen Schule‘ entsprechen solche Ansätze meiner tiefsten Überzeugung. Denn es kann nicht sein, dass sich IWF und die Banksters auf dem Buckel des Volkes ’sanieren‘, bereichern und zusätzliche Macht ausüben können; Das Geld muss von oben wieder langsam nach unten verteilt werden – nur so macht es Freude. Natürlich nicht dem IWF mit seinem Chef, der bereits Ambitionen auf die Nachfolge von ‚Napoleon 2.0‘ angekündigt hat.
Lula hatte schon bei seinem Besuch im ‚gelobten Land‘ mit der ‚Political Correctness‘ (für mich mittlerweile ein ganz übles Schimpfwort) gebrochen und statt auf dem Grab des Zionisten Theodor Herzl, lieber einen Kranz bei Arafat niedergelegt und damit ‚Bibi‘ Netanyahu zur Weissglut gebracht. Und auch Hillary war nicht ‚very amused‘. Diese Handlung war ebenso ein wahrhaft mutiges und wichtiges Zeichen.
Hoffen wir, dass die Zusammenarbeit Brasilien-Portugal im sozialen Sinne Früchte trägt und dieses Beispiel weiter Schule macht.
TAGES-ANZEIGER.ch berichtet soeben: „Trotz Sanktionen macht Europa Gaddafis Tankstellen nicht dicht“ – offenbar verlassen sich mehrere europäische Länder auf das joviale Versprechen von TAMOIL, dass keine Gelder der europäischen Tochterfirmen (Oilinvest) nach Libyen fliessen – steht da. Schwarz auf weiss.
Und was raffiniert z.B. die in der Schweiz angesiedelte TAMOIL-Raffinerie denn um es in die Tanks der ca. 3000 Tankstellen ‚von der Ostee bis zum Mittelmeer‘ zu liefern, welche es dann an die Autofahrer weiter verkaufen, wenn nicht libysches Erdöl? Russisches, Arabisches, welches aus Patagonien – oder gar kompostierte Dollars? Natürlich nicht, sonst müsste man ja nicht ver-sprechen, kein Geld nach Libyen weiter zu leiten.
Mit Sicherheit ist Gaddafi nicht ‚Gehirn-amputiert‘. Daher muss man sich fragen, wieso er Erdöllieferungen an ’seine‘ Raffinerien in Ländern die ihn derzeit grad‘ überfallen am Laufen halten sollte, wenn er dafür kein Geld sieht – schliesslich sitzt er ja im wahrsten Sinne des Wortes ‚an der Quelle‘ und könnte jederzeit den einen oder anderen Hahn zudrehen. Oder mal eine Pipeline sprengen. Das klingt in etwa so als würde ich dem Feind, der auf mich schiesst auch noch Munition rüberwerfen und so ‚liebenswürdig‘ ist auch Gaddafi nicht. Ansonsten will er ja sogar Kreuzfahrtschiffe im Mittelmeer beschiessen. Da würden 3000 stillgelegte TAMOIL-Tankstellen doch für willkommene, zusätzliche Aufruhr sorgen – er streitet ja auch sonst ziemlich hartnäckig (she. Verhaftung seines Sohnes in Genf) und geradezu unversöhnlich.
Offenbar sind diese 3000 TAMOIL-Tankstellen genau so ’systemrelevant‘ wie einige Banken. Hier passt einfach wieder mal eins nicht zum anderen – über die wahren Gründe darf man rätseln. Oder das Orakel befragen. Oder noch besser; Man glaubt einfach gar nichts mehr, was in Zeitungen steht – denn nachvollziehbar ist diese Meldung nicht. Das ist in etwa so paradox wie Obamas Friedensnobelpreis, speziell jetzt, wo er die ‚War Powers Resolution‚ verletzt hat. Sanktionen, welche nicht konsequent umgesetzt werden, sind irgendwas, nur keine Sanktionen.
Schauen wir uns mal die UN-Resolution 1973 (SC/10200) an (welche den Überfall auf Libyen offiziell als humanitäre Mission definiert); Nach Punkt 18 in diesem ‚Zettel‘ kommt das Kapitel ‚Asset Freeze‘. Dort wird ausgesagt;
„…that the asset freeze imposed by paragraph 17, 19, 20 and 21 of resolution 1970 (2011) shall apply to all funds, other financial assets and economic resources which are on their territories, which are owned or controlled, directly or indirectly, by the Libyan authorities…“
Hm. Im Prinzip hätten gemäss UN-Resolution (she. ‚economic resources‚ und ‚controlled indirectly‚ im Zitat der UN-Resolution) sämtliche Ölquellen stillgelegt werden müssten – wieso sprudeln sie immer noch? Welcher ‚Deal‘ läuft hier parallel zur UN-Resolution? ‚Undurchsichtig‘ ist nur der ‚Vorname‘ dieser ‚Aktion‘ und wäre heute nicht der 2. April, hätte ich kurz gelacht und weiter ‚geblättert‘. Hier ‚flutscht‘ nicht nur Öl aus Libyen (in die eine Richtung), sondern vielleicht auch noch ganz andere, schmierige Sachen in andere Richtungen.
Das kann man nicht einmal ’seiner Grossmutter erzählen‘. In diesem Sinne: Lasst Euch nicht erstaunen – es kommt noch ‚fetter‘. Ganz sicher!
„Oil makes the world go round!“