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Kreuzzug

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Humanitärer Atomschlag gegen Libyen?

Meine beiden Hände befinden sich am Kopf, aber ich muss in die Tasten greifen: Wie Professor Michel Chossudovsky via KOPP-Verlag schreibt, planen die USA bereits seit 1996 (damals gab es in Libyen noch keinerlei ‚Revolution‘) einen Atomschlag gegen Libyen. Die ‚humanitären Friedensbomben‘ zeigen ihr wahres Gesicht – ‚Kollateral‘-Schäden (sprich die angeblich zu schützende Zivilbevölkerung, der die Demokratie gebracht werden soll) scheinen unumgänglich. Spätestens jetzt muss jeder merken, dass die USA eine ‚Vollmeise‘ haben. Nichts funktioniert mehr auf dieser Welt – schon gar nicht die soziale Verantwortung, aber vielleicht soll sie das ja auch nicht. Ein US-Soldat im Irak-Krieg sagte treffend: „Der Terrorist bin ich“.

Die USA – mitten im grössten Finanz-Desaster der Menschheitsgeschichte (die EU-Schulden sind ‚Kinderkram‘ dagegen) – ziehen ernsthaft in Erwägung Libyen mit ‚harmlosen‘ Atomwaffen (ganz süssen sog. ‚Mini-Nukes‘) zu bombardieren, die bereits von den Alliierten in Stellung gebracht wurden – also von Ländern die offiziell über keine Atomwaffen verfügen ‚dürften‘. Und da Libyen nahe an Europa liegt, würden wir alle etwas von diesem ‚Selbstbräuner‘ (sprich ‚Fallout‚) abbekommen. Wo bleibt das ‚internationale Gewissen‘ – wer klopft Washington endlich auf die Finger oder sind wir bereits alle zu ‚Lemmingen‘ geworden? Muss ein 3. Weltkrieg her?

Rein schon der Umstand, dass diese Pläne seit 1996 in den Köpfen einiger ‚Pentagonisten‘ herumgeistern, disqualifiziert den ‚humanitären Einsatz‘ in Libyen in aller Deutlichkeit und geht bereits weit über das Stadium der Geistesschwäche hinaus. Die Amerikaner scheinen, taub, blind – aber vor allem ignorant zu sein: Gadaffi hat am vergangenen Wochenende eine Delegation der Afrikanischen Union willkommen geheissen und akzeptiert einen Friedensplan – obschon sein Land (für welches die ‚Souveränitäsvermutung‘ gilt) überfallen wurde. Wurde das in Washington nicht gehört oder absichtlich überhört? Dass die ‚Rebellen‘ gleichzeitig wieder etwas forderngleichlautend wie Hillary Clinton – liegt auf der Hand; Den Gang Gadaffis ins Exil. Das würde Washington so passen – damit wäre der ‚Kreuzzug‘ der NeoCons vollbracht. Gadaffi jedoch hat Libyen zu einem der reichsten Länder Afrikas gemacht und den Wohlstand seines Volkes deutlich angehoben.

Und spätestens jetzt muss jedem klar werden, dass der UNO-Auftrag gegen Libyen KEIN humanitärer Einsatz mehr sein kann, respektive nie war oder sein wird. Gehen wir also davon aus, dass es sich um die Annektierung der libyschen Ressourcen in einer zionistischen Weltsicht geht.

Und hier kommt schon die nächste ‚Überraschung‘; Die Flüchtlingsströme gegen Norden, aus den aktuellen Kampf- oder Kriegsgebieten, nehmen ständig zu. Italien und Frankreich überlegen sich wie mit den flüchtigen Asylsuchenden umzugehen ist, Israel erlebt eine Invasion von nordafrikanischen Einwanderern die u.a. im ‚gelobten Land‘ das versprochene, bessere Leben suchen und die Schweiz hat auch schon Sorgen. Die Initianten der Umstürze im nahen Osten werden die Geister, die sie gerufen haben, nicht mehr los.

Ägypten ist nicht demokratisch geworden, doch die Fernsehkameras sind nach Hause gegangen, während der saudische König Abdullah Obama ‚den Vogel zeigt‘. König Abdullah von Saudi-Arabien ist ausser sich über das, was mit seinem Freund Mubarak in Ägypten passiert ist und befürchtet, dass ihn die USA ebenso wie eine ‚heisse Kartoffel‘ fallen lassen könnten, sei es denn angezeigt. Noch aber brauchen die USA Abdullahs Segen um ihre Militärbasis in seinem Land aufrecht erhalten zu können, welche z.B. die tragende Rolle beim Angriff auf den Irak gespielt hat. Nun hat Abdullah einen Rüstungsauftrag über 60 Millarden US-Dollar auf Eis gelegt und schickt seine Rüstungseinkäufer auf Shopping-Tour nach China und Russland – offenbar will er es ‚denen‘ zeigen. US-Verteidigungsminister Robert Gates ist letzten Mittwoch nach Riad geeilt um ‚gutes Wetter‘ zu machen, ist aber völlig aufgelaufen – ‚Pants on Fire‘ nennen die Amerikaner das.

Noch nie war die Vergabe eines Friedensnobelpreises so lächerlich: The Norwegian Nobel Committee has decided that the Nobel Peace Prize for 2009 is to be awarded to President Barack Obama for his extraordinary efforts to strengthen international diplomacy and cooperation between peoples.“ – das ist ein ganz übler Witz, denn Obama hat das Angebot Gadaffis für einen Friedensplan nicht einmal zur Kenntnis genommen und ist hochresistent im Bezug auf Kritik an seinen Kompetenzüberschreitungen bei der Umgehung des Kongresses zur Lancierung des Libyen-Krieges. Was treibt diesen Mann?

Wir können nur hoffen, dass jetzt endlich jemand in Washington den Stecker zieht, sonst geht der ganze Planet noch in Flammen auf und das war’s dann. Die USA müssen endlich für ihr fahrlässiges Verhalten seit dem 2. Weltkrieg die Verantwortung übernehmen und damit aufhören den ganzen Planeten zu belügen und zu tyrannisieren – ein Paradebeispiel eines wirklichen Schurkenstaates, der nun offenbar bereit ist Kamikaze zu begehen um die eigenen Probleme nicht lösen zu müssen.

Die heile Welt ist am bersten und ich hoffe von ganzem Herzen, dass wir das nochmals hinkriegen.

Libyen: Gaddafi ist cleverer als die USA es brauchen kann

Kurz vorab: Die Mainstream-Medien (‚MSM‘ wie z.B. ein Tages-Anzeiger.ch) sind bis heute nicht in der Lage den Namen des libyschen Machthabers korrekt zu schreiben. In den Redaktionsstuben wird wohl einfach nur noch Kriegspropaganda weiterkopiert und kaum ein TAGI-Schreiber steht noch persönlich mit seinem Namen hinter irgendwelchen Libyen-Artikeln – allenfalls noch mit Kürzeln, die man dann im Impressum nachschauen muss. Der Mann heisst Mu’ammar Abu Minyar al-Qaddhafi oder gekürzt und eingedeutscht Muammar al-Gaddafi. Nicht einmal die UN-Resolution zur beschlossenen Flugverbotszone gibt seinen Namen richtig wieder oder würde ‚unser‘ Friedensnobelpreisträger darüber hinweg sehen, wenn er (Barack Hussein) ‚Ohbahma‘ genannt würde? Nennen wir den obersten Libyer also der korrekten Einfachheit halber nur Gaddafi.

Zur Geschichte: Gestern wandte sich der als Diktator verschrieene Staatschef Gaddafi schriftlich ans Weisse Haus und bittet darum die Angriffe auf Libyen einzustellen. Gaddafi spricht von «einem ungerechten Krieg gegen ein kleines Volk eines Entwicklungslandes» und damit hat er zweifelsohne recht. Gadaffi erwähnt in diesem Schreiben, seine Gegner – die Rebellen/Opposition, seien Mitglieder des Terrornetzwerks al-Qaida – das ist höchst brisant, denn genau diese ‚Rebellen‘ werden nun von den USA (welche sich dem ‚War against Terror‘ verschrieben haben) mit Waffen ausgerüstet. Gaddafi nennt Obama ‚unseren Sohn‘ und wünscht ihm sogar die Wiederwahl 2012.

Statt sich an den vorgeschobenen Frontmann Sarkozy oder gar die NATO zu wenden, adressiert Gaddafi direkt die Verursacher in Washington, welche in einer ersten, perplexen Reaktion verlauten liessen „…der dreiseitige Brief sei wahrscheinlich echt“. Dies obschon der Brief von der staatlichen, libyschen Nachrichtenagentur JANA veröffentlicht wurde. Das sind bereits erste Zeichen der Überforderung der Neocons in D.C. und gleichzeitig ein gekonnter Schachzug Gaddafis, der nicht polemisch wird – nicht einmal wegen der verschossenen, panzerbrechenden Uranmunition in seinem Land – ja sogar ausgesprochen freundlich bleibt, was bemerkenswert gute Nerven erfordert. Weiter teilt das Weisse Haus dann mit: „…die Position des Präsidenten sei klar. Nicht Worte zählten, sondern Taten. Ghadhafi müsse die Gewalt gegen die Bevölkerung beenden.“

Bereits am 24. März haben russische Ärzte in Libyen einen Offenen Brief an die Regierung der russischen Föderation – welche sich im ‚Sicherheitsrat‘ der UNO der Stimme zum Beschluss der Flugverbotszone enthalten hat – gerichtet und schildern unvorstellbare Greueltaten über Angriffe und Gewalt durch die USA, Alliierten und der NATO auf zivile Einrichtungen und die libysche Bevölkerung: „Bomben und Raketen trafen Wohnhäuser und fielen in der Nähe des Krankenhauses nieder. Die Scheiben des Herzzentrums barsten, und auf der Wochenstation für schwangere Frauen mit Herzkrankheiten brachen eine Wand und Teile des Dachs zusammen. Die Folge waren zehn Fehlgeburten, bei denen Babies starben; die Frauen befinden sich auf der Intensivstation, Ärzte kämpfen um ihr Leben.“ Wer tut hier also wem Unrecht?

Vor Gaddafi war König Idris in Libyen an der Macht und das Land und sein Volk waren arm – ganz speziell in ländlichen Regionen. Nachdem 1954 in Libyen Öl gefunden wurde, welches nur einen Drittel von dem kostete, was die Araber verlangten, ging es wirtschaftlich aufwärts und Idris wurde von Grossbritannien und den USA abhängig. Idris der sich vorwiegend selbst bereicherte und die Entwicklung des Landes vernachlässigte war Gaddafi und seinen Mitstreitern ein Dorn im Auge. Im Jahre 1969 gelangte Gaddafi – dem die herrschende Situation zuwider war – an die Macht und sein Gedankengut war eher sozialistisch geprägt, d.h. er war für das Volk und gegen den Imperialismus. Was er aber ebenso wenig will ist die Errichtung eines islamischen Gottesstaates – womit er sich wiederum in Richtung unseres Kulturkreises bewegt. Für sein Volk setzt er sich bis heute ein – hier eine etwas ausführlichere Analyse zur Geschichte Libyens und der Rolle Gaddafis.

Ein waschechter Diktator hat keine Veranlassung, die Ölfirmen in seinem Land zu verstaatlichen, den Staat ‚zurückzubauen‘ und die Gewinne erklärterweise mit seinem Volk zu teilen. Ein echter Diktator würde sein Volk grausam unterdrücken um sich mit den daraus resultierenden Gewinnen ein Luxusleben zu finanzieren – andere Beispiele hierfür gibt es genug. Nachdem Gaddafi bei Ölbohrungen fossiles Wasser unter der Wüste entdeckte, begann er 1984 Bewässerungssysteme zu installieren um Libyen auch zu einem Agrarexportland zu entwickeln und speziell der Landbevölkerung Arbeit und ein Auskommen zu ermöglichen. Ein Drecksladen wie die Weltbank unterbindet solche Bemühungen hingegen aktiv. Gaddafi ‚muss‘ das also nicht machen – daher darf er sich durchaus auch mal ein ’schräges Mützchen‘ aufsetzen, wenn ihm das persönlich gefällt.

MSM-Nachrichten wie ‚Anführer der libyschen Rebellen kritisieren die Nato scharf‘ sind Wasser auf die Mühlen der Imperialisten – ähnlich wie bei den sog. ‚Enthüllungen‘ von WIKILEAKS, welche offenbar zum aktuellen Weltgeschehen nichts mehr zu sagen haben. Vielmehr sind solche ‚PR-Spielereien‘ nichts anderes als übelste, indirekte Kriegspropaganda. Sogar Russland bezeichnete den Überfall auf Libyen ausdrücklich als mittelalterlichen Kreuzzug.

Dass dies stimmen könnte, beweist der TAGI heute mit der Aussage „Die Zerstörung der Ölfelder trifft die Rebellen hart. Sie haben erst vergangene Woche mit Katar eine Vereinbarung über Öllieferungen getroffen, am Mittwoch verliess der erste Öltanker mit einer Ladung der Rebellen die Stadt Tobruk. Der Tanker unter liberischer Flagge hatte eine Million Barrel Öl geladen und ist der erste Ölexport der Rebellen seit fast drei Wochen.“ Die auf Libyen ‚anwendbare‘ UN-Resolution fordert ausnahmslos die Stilllegung sämtlicher, libyscher Ressourcen – wie kommen die Rebellen dann in die ‚Vollmacht‘, mit anderen Ländern Geschäfte abzuschliessen und sich auch noch dafür bezahlen zu lassen? Handelt es sich in Wirklichkeit um das, was vielerorts bereits gemunkelt wird – um die Aufteilunng der Beute und den wahren Kriegsgrund?

Überfälle auf souveräne Staaten – meistens als ‚False Flag‘-Operationen getarnt – haben eine lange Tradition bei den Imperialisten/Globalisten – nicht erst seit gestern. Auch Adolf Hitler war offenbar ein Protégé der Imperialisten wie wir nun erfahren müssen. Was kommt eigentlich noch alles?

Es ist nun langsam an der Zeit, dass wir aufhören zu glauben, was uns ständig als Wahrheit ‚convenient‘ gefüttert wird und ich halte es für angezeigt, die ‚Geschichtsbücher‘ zu prüfen und wo nötig, neu zu schreiben – nur so kann der Volksverdummung Einhalt geboten werden. Wir brauchen dringend mehr Leute, die fähig sind ausserhalb der vorgegebenen Normen zu denken, denn dort liegt die Wahrheit verschüttet.

Bisher ist noch jede ‚Hochkultur‘ in der Blüte ihrer Dekadenz zu Grunde gegangen. Die Tage von ‚Made in USA‘ sind gezählt. Lasst Euch also kein X für ein U vormachen

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