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Demokratie und Kapitalismus haben versagt

Schlagzeilen wie „Die Welt verliert jedes Jahr einige Demokratien“, „Kapitalismus-Debatte: Manager räumen Fehler im System ein“ oder auch „Im Prinzip gilt jeder als Terrorist“, sprechen eine deutliche Sprache. Was hat nicht funktioniert? Wer hat Fehler gemacht?

Ein grosses Problem sind die internationalen Wirtschaftsinteressen – sprich Globalismus (nicht zu verwechseln mit Globalisierung). Eine funktionierende, freie Demokratie steht dem Globalismus zwangsläufig im Weg, welcher u.a. zum Ziel hat die Souveränität der Nationalstaaten zu beschränken, resp. völlig abzuschaffen um ein Maximum an Profit erzielen zu können. Nationalismus wirkt hierbei störend und muss ebenfalls beseitigt werden – koste es was es wolle. Dass diese Vorgänge sehr gut funktionieren ’sehen‘ wir direkt vor unseren Augen; Die Mechanismen werden uns häppchenweise und irreführend als Fortschritt verabreicht. Als Maxime dieser ‚Politik‘ darf die Aussage von Jean-Claude Juncker „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ verstanden werden. Der EU-Reformvertrag ist ein ausgezeichnetes Beispiel für exakt diese Haltung in unserer aktuell statt findenden Politik – Beispiele hierzu fallen wohl jedem von uns ein.

Um die Leute vom Nachdenken und Einschreiten abzuhalten, verwendet man ‚Panem et circenses‘ oder wie man heute sagt ‚Tittytainment‘. Wir leben in einem System, das wir uns weder aussuchen konnten, noch wirklich entscheidend mitbestimmen können. Wir sind geboren worden um uns in diesen Wirtschaftsprozess zu integrieren und aktiv daran teil zu nehmen – die meisten von uns empfinden dies als normal, weil es ‚immer‘ schon so war. Wenn wir nicht arbeiten, verlieren wir unsere Sicherheiten, unser Leben und unsere Freunde – wir scheinen dann keine Existenzberechtigung mehr zu haben. Somit ist der subtile Zwang, am System teilzunehmen und dieses aufrecht zu erhalten stetig vorhanden und für persönliche Entwicklung bleibt im Grunde keine Zeit, denn zur Belohnung gibt es anschliessend ‚Brot & Spiele‘; Nach getaner Arbeit kaufen wir ein, essen, treffen uns mit Freunden und amüsieren uns. Das scheint der Sinn des Lebens zu sein; Wir dienen dem Kapitalismus oder tanzen um das ‚Goldene Kalb‘.

„Volk und Herrschaft“ bezeichnet das Ideal einer durch die Zustimmung der Mehrheit der Bürger und die Beteiligung der Bürger legitimierten Regierungsform, der „Volksherrschaft“ – wir nennen diesen Vorgang ‚Demo-Kratie‘ und vertrauen darauf, dass diese Definition stimmt und funktioniert. Wo kämen wir auch hin, wenn dem nicht so wäre? In die Diktatur, resp. den Faschismus würde ich sagen und das möchten wir nicht wahrhaben.

Leider ist es nun so, dass die wenigsten von uns den Kapitalismus im Grunde verstehen. Um nur einigermassen die Grundzüge zu begreifen, braucht es ein Studium und nicht einmal dort wird die ganze Wahrheit vermittelt – im Gegenteil es wird ein System gelehrt, das nicht hinterfragt werden soll. Henry Ford sagte treffend „Es ist gut, dass die Menschen des Landes das Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Wenn sie dies täten, so glaube ich gäbe es eine Revolution vor morgen früh.“ Er wusste, dass das System der Banken und des Geldsystems, der Grund allen Übels auf dieser Welt sind und kaum jemand ist bisher dieser Spur gefolgt – ‚Brot & Spiele‘ haben uns erfolgreich davon abgehalten. Noch nie war die Unterhaltungsindustrie grösser uns stärker als heute, denn es muss immer mehr vor unserer Erkenntnis verdeckt werden – sonst bricht das System in sich zusammen. Allerdings ‚bröckelt‘ es bereits.

Im Kapitalismus stehen sich der Keynesianismus und die Österreichische Schule gegenüber, wobei Letztere aufgrund der sozialen Verantwortung keine wesentliche Bedeutung in der Definition des Kapitalismus – unserer aktuellen Lebensform – erlangen konnte. Der heutige Kapitalismus wird grundlegend durch die Grundsätze des Zionismus geprägt, welcher sich nicht einer speziellen ethnischen Gruppe zuordnen lässt sondern ein politisches System, eine Weltsicht darstellt, die jeglichen spirituellen Bezug (auch zu Gott) ablehnt und heute das grösste Problem auf unserem Planeten bildet. Globalismus ist ein ‚Kind‘ dieser menschenverachtenden Lehre.

Gemäss Umfragen sind viele Bürger unzufrieden mit den sichtbaren Resultaten der Demokratie (nicht nur in Deutschland). Das System hält uns jedoch gefangen, so dass wir unsere Existenz auf’s Spiel setzen würden, dagegen vorzugehen. Und wie weit wäre das überhaupt noch möglich, wenn wir uns die Aussage von Jean-Claude Juncker (she. oben) nochmals vor Augen führen? Mit dem Vertrag von Lissabon ist auch die Klausel der ‚Selbstermächtigung‘ in Kraft getreten und spätestens jetzt müsste sich jeder Fragen, ob wir überhaupt noch in einer Demokratie leben?

Hierzu ein weiteres Zitat von Johannes Rau „Nicht wir Politiker machen die Politik, wir sind nur die Ausführenden. Was in der Politik geschieht, diktieren die internationalen Grosskonzerne und Banken.“ Robert Reich ergänzt dies im Bezug auf die USA „Das Geheimnis ist, dass beide Häuser des Kongresses irrelevant sind. Amerikas Innenpolitik wird bestimmt von der Federal Reserve. Amerikas Aussenpolitik wird heute vom Internationalen Währungsfond gesteuert. Wenn der Präsident entscheidet einen Krieg zu starten, dann braucht er dafür keine Kriegserklärung des Kongresses zu haben.“ Damit wurde die amerikanische Verfassung (Constitution) abgeschafft, zu welcher George W. Bush jun. auch nur ironisch bemerkte „Die Verfassung ist nur ein verdammtes Stück Papier.“ Soweit sind wir also schon gekommen und wir sehen tagtäglich was daraus resultiert, auch wenn es die ‚Medienhuren‘ ununterbrochen schönreden. Und wir spielen mit, in der Hoffnung der Einfachheit halber, der mantramässig wiederholten Aussage „Alles wird gut“, glauben zu können. Daran glaube ich schon lange nicht mehr – z.B. nur schon, weil sich marode Banken Millionenboni auszahlen. Gewinne werden privatisiert, Verluste solidarisiert. Das ist weder sozial, noch demokratisch. Es ist Diebstahl.

Um was es wirklich geht, verlässt den Trampelpfad des Gewohnten – einen Anfang machte Hans Magnus Enzensberger mit seinem Essay „Sanftes Monster Brüssel oder die Entmündigung Europas.“ – seine bevorzugte Aussage „Ich bin keiner von uns.“ lässt tief blicken. Die Weltbank und der internationale Währungsfond (IWF) sind gute Beispiele für Organisationen, die das eine sagen, aber genau das Gegenteil davon machen – sie lügen also. Die Wirkungen sind in der Folge verheerend und zerstören jede Möglichkeit eine soziale Demokratie (speziell in Entwicklungsländern) auch nur zu ermöglichen – man müsste es also asoziale Kleptokratie nennen, um dem Wirken dieser Institutionen gerecht zu werden. Oder Wirtschaftsfaschismus.

Es ist wichtig, dass wir endlich sensibler auf Ungereimtheiten reagieren und aufmerksam Zeitung lesen. Die Inkonsistenz und Unlogik zahlreicher ‚Nachrichten‘ zeugen vom Umstand, dass uns mehr und mehr Propaganda als Wahrheit verkauft wird. Diese Propaganda wiederum zeugt davon, dass die Demokratie vom Kapitalismus übernommen wurde. Wenn man eine funktionierende Staatsform wollte, müssen wir nicht nach (falscher) Demokratie schreien – da dies eher einen Ruf nach mentaler und wirtschaftlicher Vergewaltigung darstellt. Fair und sozial wäre es, die nationalen Souveränitäten zu erhalten und eine meritokratische Staatsform zu verlangen. Dann brauchen wir keine ‚im Winde wehenden Parteien‘ mehr, die nur Chaos produzieren, Geld für ihre Profilneurosen verschleudern und sich gegenseitig konkurrenzieren. Die Kleptokraten (eng verwandt mit Kleptomanie) würden verschwinden – der Hydra wären alle Köpfe abgeschlagen.

Das Internet ist das Tor zum Wissen – wir sollten es nützen, bevor es möglicherweise ‚abgeschlossen‘ wird, damit wir mitreden können, statt zu glauben und unwissend zu wiederholen. Die Wahrheit steht nicht in der Zeitung – sie will gefunden werden; Die etablierten Medienkanäle haben sich auf Propaganda und Hetze spezialisiert – damit sollten wir uns unsere grauen Zellen nicht versauen lassen. Mark Twain sagte vor einiger Zeit schon „Eine Lüge ist bereits drei mal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht.“ Die Möglichkeiten hierzu waren nie grösser als im Zeitalter der elektronischen Vernetzung.

Bemühen wir uns also um Wahrheit – auch wenn es etwas Arbeit bedeutet – es lohnt sich vorbereitet zu sein!

Humanitärer Atomschlag gegen Libyen?

Meine beiden Hände befinden sich am Kopf, aber ich muss in die Tasten greifen: Wie Professor Michel Chossudovsky via KOPP-Verlag schreibt, planen die USA bereits seit 1996 (damals gab es in Libyen noch keinerlei ‚Revolution‘) einen Atomschlag gegen Libyen. Die ‚humanitären Friedensbomben‘ zeigen ihr wahres Gesicht – ‚Kollateral‘-Schäden (sprich die angeblich zu schützende Zivilbevölkerung, der die Demokratie gebracht werden soll) scheinen unumgänglich. Spätestens jetzt muss jeder merken, dass die USA eine ‚Vollmeise‘ haben. Nichts funktioniert mehr auf dieser Welt – schon gar nicht die soziale Verantwortung, aber vielleicht soll sie das ja auch nicht. Ein US-Soldat im Irak-Krieg sagte treffend: „Der Terrorist bin ich“.

Die USA – mitten im grössten Finanz-Desaster der Menschheitsgeschichte (die EU-Schulden sind ‚Kinderkram‘ dagegen) – ziehen ernsthaft in Erwägung Libyen mit ‚harmlosen‘ Atomwaffen (ganz süssen sog. ‚Mini-Nukes‘) zu bombardieren, die bereits von den Alliierten in Stellung gebracht wurden – also von Ländern die offiziell über keine Atomwaffen verfügen ‚dürften‘. Und da Libyen nahe an Europa liegt, würden wir alle etwas von diesem ‚Selbstbräuner‘ (sprich ‚Fallout‚) abbekommen. Wo bleibt das ‚internationale Gewissen‘ – wer klopft Washington endlich auf die Finger oder sind wir bereits alle zu ‚Lemmingen‘ geworden? Muss ein 3. Weltkrieg her?

Rein schon der Umstand, dass diese Pläne seit 1996 in den Köpfen einiger ‚Pentagonisten‘ herumgeistern, disqualifiziert den ‚humanitären Einsatz‘ in Libyen in aller Deutlichkeit und geht bereits weit über das Stadium der Geistesschwäche hinaus. Die Amerikaner scheinen, taub, blind – aber vor allem ignorant zu sein: Gadaffi hat am vergangenen Wochenende eine Delegation der Afrikanischen Union willkommen geheissen und akzeptiert einen Friedensplan – obschon sein Land (für welches die ‚Souveränitäsvermutung‘ gilt) überfallen wurde. Wurde das in Washington nicht gehört oder absichtlich überhört? Dass die ‚Rebellen‘ gleichzeitig wieder etwas forderngleichlautend wie Hillary Clinton – liegt auf der Hand; Den Gang Gadaffis ins Exil. Das würde Washington so passen – damit wäre der ‚Kreuzzug‘ der NeoCons vollbracht. Gadaffi jedoch hat Libyen zu einem der reichsten Länder Afrikas gemacht und den Wohlstand seines Volkes deutlich angehoben.

Und spätestens jetzt muss jedem klar werden, dass der UNO-Auftrag gegen Libyen KEIN humanitärer Einsatz mehr sein kann, respektive nie war oder sein wird. Gehen wir also davon aus, dass es sich um die Annektierung der libyschen Ressourcen in einer zionistischen Weltsicht geht.

Und hier kommt schon die nächste ‚Überraschung‘; Die Flüchtlingsströme gegen Norden, aus den aktuellen Kampf- oder Kriegsgebieten, nehmen ständig zu. Italien und Frankreich überlegen sich wie mit den flüchtigen Asylsuchenden umzugehen ist, Israel erlebt eine Invasion von nordafrikanischen Einwanderern die u.a. im ‚gelobten Land‘ das versprochene, bessere Leben suchen und die Schweiz hat auch schon Sorgen. Die Initianten der Umstürze im nahen Osten werden die Geister, die sie gerufen haben, nicht mehr los.

Ägypten ist nicht demokratisch geworden, doch die Fernsehkameras sind nach Hause gegangen, während der saudische König Abdullah Obama ‚den Vogel zeigt‘. König Abdullah von Saudi-Arabien ist ausser sich über das, was mit seinem Freund Mubarak in Ägypten passiert ist und befürchtet, dass ihn die USA ebenso wie eine ‚heisse Kartoffel‘ fallen lassen könnten, sei es denn angezeigt. Noch aber brauchen die USA Abdullahs Segen um ihre Militärbasis in seinem Land aufrecht erhalten zu können, welche z.B. die tragende Rolle beim Angriff auf den Irak gespielt hat. Nun hat Abdullah einen Rüstungsauftrag über 60 Millarden US-Dollar auf Eis gelegt und schickt seine Rüstungseinkäufer auf Shopping-Tour nach China und Russland – offenbar will er es ‚denen‘ zeigen. US-Verteidigungsminister Robert Gates ist letzten Mittwoch nach Riad geeilt um ‚gutes Wetter‘ zu machen, ist aber völlig aufgelaufen – ‚Pants on Fire‘ nennen die Amerikaner das.

Noch nie war die Vergabe eines Friedensnobelpreises so lächerlich: The Norwegian Nobel Committee has decided that the Nobel Peace Prize for 2009 is to be awarded to President Barack Obama for his extraordinary efforts to strengthen international diplomacy and cooperation between peoples.“ – das ist ein ganz übler Witz, denn Obama hat das Angebot Gadaffis für einen Friedensplan nicht einmal zur Kenntnis genommen und ist hochresistent im Bezug auf Kritik an seinen Kompetenzüberschreitungen bei der Umgehung des Kongresses zur Lancierung des Libyen-Krieges. Was treibt diesen Mann?

Wir können nur hoffen, dass jetzt endlich jemand in Washington den Stecker zieht, sonst geht der ganze Planet noch in Flammen auf und das war’s dann. Die USA müssen endlich für ihr fahrlässiges Verhalten seit dem 2. Weltkrieg die Verantwortung übernehmen und damit aufhören den ganzen Planeten zu belügen und zu tyrannisieren – ein Paradebeispiel eines wirklichen Schurkenstaates, der nun offenbar bereit ist Kamikaze zu begehen um die eigenen Probleme nicht lösen zu müssen.

Die heile Welt ist am bersten und ich hoffe von ganzem Herzen, dass wir das nochmals hinkriegen.

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